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Spätbarockes Kleinod authentisch restauriert


Nach der Restaurierung mit Kalkfarben aus der Histolith-Reihe vom Erzeuger Synthesa zeigt sich die Pfarrkirche Arbesbach wieder in ihrer schönsten Pracht.

Inmitten der Idylle des Waldviertels befindet sich mit der Pfarrkirche Arbesbach ein spätgotisches Schmuckstück. Wobei man sagen muss: WIEDER ein Schmuckstück. Der Zahn der Zeit hatte am Inneren der prunkvollen einschiffigen Saalkirche mit aufwändigen Deckenfresken genagt. Kerzen- und Weihrauch sowie Feuchtigkeit setzten den Oberflächen enorm zu. Im Frühjahr 2020 startete die Diözese deshalb mit Sanierungen und Restaurierungen.

Der Malerbetrieb Hofbauer aus Rudmanns bei Zwettl, der sich bei der Restaurierungen von denkmalgeschützten Objekten bereits einen guten Namen gemacht hat, wurde mit der Sanierung und Restaurierung der Innenwände beauftragt. Zum Einsatz kamen Produkte aus der Histolith-Reihe vom Baufarbenspezialisten Synthesa, die besonders für den Denkmalschutzbereich geeignet sind. „Die Herausforderungen waren einerseits die Kirchenraum-Höhe und der Untergrund, andererseits die Mischung des authentischen Farbtons“, erzählt Malermeisterin Petra Hofbauer.

Mustertafeln von Synthesa

In Zusammenarbeit mit Restaurator Mag. Ralf Wittig aus Zwettl, Histolith Beratern Andreas Koch und Hannes Mayerhofer von Synthesa ermittelte der Malerbetrieb den passenden Farbton. Dazu fertigte Synthesa Mustertafeln zum Abgleich mit dem Ursprungs-Farbton an. Um die Konsistenz dem Untergrund anzupassen, wurden Histolith Innenkalk und Histolith Sumpfkalk im Verhältnis 1:1 vermischt und mit den Farbpigmenten (Volltonfarbe Kalk und Trockenpigmente) vermischt.
Der eingesetzte Sumpfkalk ist ein natürlicher eingesumpfter Kalk ohne organische Zusätze. Der Innenkalt ist auf der Basis von Kalkhydrat mit dem Zusatz von Leinöl aufgebaut.

„Die Kombination beider Produkte führt mit der leicht changierenden Wirkung zu seiner unverwechselbaren Kalkbrillanz und eine authentische historische Ausstrahlung“, sagt Hannes Mayerhofer, der bei Synthesa für die Histolith-Reihe zuständig ist.
Den Malerarbeiten ging eine vollflächige Reinigung der verschmutzten Wände voraus. Dazu kam eine Hochdruckhaube von der Firma Storch zum Einsatz. In der Folge wurden die Löcher und schadhaften Stellen mit einer Kalkspachtel (Histolith Brillant Kalkspachtel) ausgebessert. „Rund 1200 m² erhielten den neuen Anstrich. An stressigen Tagen waren 10 meine Mitarbeiter im Kircheninneren am Werk,“ sagt Petra Hofbauer. Da der mineralische Altanstrich sehr viel Flüssigkeit aufsog, wurde gleich viermal gestrichen. Vier Monate nach Start der Arbeiten konnte die Kirche im Oktober 2020 mit einem Festgottesdienst wieder ihrer Bestimmung übergeben werden.
Bei der Synthesa-Gruppe werden Kalk- und Silikatprodukte heute speziell für die Baudenkmalpflege unter der Dachmarke Histolith zusammengefasst. Die hervorragenden Eigenschaften der Histolith-Werkstoffe konnten bereits an unzähligen Gebäuden, darunter viele denkmalgeschützten Fassaden und Innenräumen, unter Beweis gestellt werden.

Zum Sortiment zählen Histolith-Fassadenfarben, Histolith-Innenfarben, Histolith-Putze und Spachtelmassen, Histolith-Holz- und Metallschutz, Histolith-Grundierungen, sowie Histolith-Ergänzungsprodukte.

Mehr Infos zu Histolith finden Sie hier.